Fachkreis Zivilgesellschaftsforschung
Zwischen Anerkennung und Ausgrenzung: Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen im migrantischen Ehrenamt
Ehrenamtliches Engagement eröffnet neu zugewanderten Menschen wichtige Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe, sozialen Netzwerken und Anerkennung. Gleichzeitig zeigen Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Diskriminierung und Engagement“ des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM e. V.) dass Engagementräume nicht automatisch inklusiv sind. Erfahrungen von Rassismus, Othering und fehlender Anerkennung können die Engagementbiografien migrantischer Engagierter prägen und beeinflussen, ob sie ihr Engagement fortsetzen, die Organisation wechseln oder sich ganz zurückziehen.
Unter dem Titel „Zwischen Anerkennung und Ausgrenzung: Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen im migrantischen Ehrenamt“ stellt Anna-Maria Meuth (DeZIM e. V.) qualitative Forschungsergebnisse und die Perspektiven migrantisch Engagierter in unserem Fachkreis vor. Der Beitrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen an migrantisches Engagement und den Erfahrungen der Engagierten. Die Ergebnisse zeigen, wie Diskriminierungen zu Hürden für zivilgesellschaftliches Engagement werden, welche Konsequenzen dies für demokratische Teilhabe hat und mit welchen Handlungsansätzen Diskriminierungen begegnet werden kann.
Im Anschluss laden wir zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion ein. Gemeinsam möchten wir die Ergebnisse vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen – darunter vielfältige Krisenlagen, das Erstarken autoritärer Tendenzen sowie finanzielle Kürzungen im Engagementbereich – einordnen und diskutieren.
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